Vertigo

Vertigo ist ein Programm zur numerischen Auslegung und Nachrechnung des Betriebsverhaltens von Schmelzeverteilersystemen, wie

  • T-Verteiler
  • Fischschwanz- und
  • Kleiderbügelverteiler.

Dabei können sowohl ebene Verteilersysteme als auch auf einen Dorn bzw. einen Kegelstumpf aufgewickelte Verteilersysteme (Pinolen) betrachtet werden.

 

In dem Modul VERTIGO wird der Strömungszustand in dem Schmelzeverteiler durch ein Widerstandsnetzwerk berechnet. Dabei wird die Werkzeuggeometrie in Segmente zerlegt und jedem Segment aufgrund der Geometrie und der Materialdaten ein Widerstand zugeordnet. Mit diesem elektrischen Analogiemodell lassen sich dann Geometrie- und Betriebspunkteinflüsse charakterisieren.

 

In einem Projektfenster werden alle Auslegungen einer Düse und den jeweiligen Nachrechnungen in einer Baumstruktur verwaltet. Der Anwender erhält so einen guten Überblick über die einzelnen Optimierungsschritte. Eine Düsenauslegung wird hierdurch sehr effizient gestaltet.

Alle für die Auslegung wichtigen Werkzeuggrunddaten werden übersichtlich in einem Fenster eingegeben. Mit VERTIGO können Auslegungsrechnungen für die Verteilersysteme

  • "korrigierter Fischschwanz",
  • "Kleiderbügel abhängig" sowie
  • "Kleiderbügel unabhängig"

ausgeführt werden. Die Ergebnisse werden in einem Geometriedatenfenster dargestellt.

 

Zusätzlich erfolgt eine grafische Darstellung des Verteilerkanalverlaufs sowie der Verteilerkanaltiefe. Durch Auswahl unterschiedlicher Auslegungen ist ein direkter Vergleich der verschiedenen Berechnungen möglich. Um die Druckverluste in den unterschiedlichen Verteilerkanalformen wie Schlitz, Tropfen und Wappen an den konkret vorliegenden Anwendungsfall anpassen zu können, bietet VERTIGO die Möglichkeit der Eingabe einer eigenen oder die Verwendung bereits implementierter Approximationsfunktionen.

Nach Abschluss der geometrischen Auslegung erfolgt die Nachrechnung, d.h. die Simulation des Fließverhaltens durch das berechnete Verteilersystem. Anschließend werden zu dieser Auslegung mehrere Nachrechnungen unter Variation des Betriebspunktes des Materials  durchgeführt. Dadurch können das geforderte Prozessfenster sowie die wenn eine Düse zur Verarbeitung verschiedener Materialien verwendet werden soll.

 

Wichtigstes Ergebnis ist hierbei die Volumenstromverteilung am Werkzeugaustritt. Durch die farblich unterschiedliche Darstellung ist ein direkter Vergleich der Berechnungsergebnisse möglich. Ferner werden der Druckverlust, die Verweilzeit und die Scherdeformation in dem Schmelzeverteilersystem grafisch als auch tabellarisch dargestellt.